Aktueller Stand

In einem ersten Arbeitsschritt erfolgte die Auswertung bisheriger kommunaler Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region Köln/Bonn. Es zeigte sich, dass sich nicht nur größere Städte wie Köln, Bonn und Neuss intensiv mit dem Thema Klimafolgen und Anpassungsmöglichkeiten beschäftigt haben, sondern auch kleinere Gemeinden wie beispielsweise Lohmar, Much und Ruppichteroth. Etwa ein Drittel der Gemeinden in der Region Köln/Bonn hat sich zumindest randlich mit dem Thema beschäftigt, für den Großteil der Gemeinden ist das Thema jedoch noch relativ neu.

In der zweiten Arbeitsphase stand die Analyse von Klimawandelfolgen für die Region Köln/Bonn im Vordergrund. In den Handlungsfeldern Siedlung, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wald und Forstwirtschaft sowie Wasserwirtschaft wurden insgesamt zehn ausgewählte und für die Region Köln/Bonn relevante Klimawirkungen in enger Abstimmung mit den fachlichen und regionalen Akteuren untersucht (Auswahl der Handlungsfelder und Klimawirkungen, Datenbeschaffung, Abstimmung methodischer Fragen). Weitere Handlungsfelder der Klimafolgenanpassung wie beispielsweise der Naturschutz, die Tourismus- oder Energiewirtschaft werden im Bericht zur Anpassung an den Klimawandel NRW und dem Klimaschutzplan NRW des Ministeriums für Umweltschutz und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingehend betrachtet. Auf Grundlage dieser Dokumente sowie über Fachgespräche mit Vertreter*innen  verschiedener Fachpolitiken fließen wichtige Aspekte in die Strategie- und Maßnahmenentwicklung der KWVS ein. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass in der Klimawirkungsanalyse zu den priorisierten Handlungsfeldern lediglich ausgewählte Indikatoren vergleichend „gerechnet“ werden konnten. In die Berechnungen flossen einerseits Daten ein, die den klimatischen Einfluss (und dessen Veränderung) auf die Handlungsfelder beschreiben und andererseits Daten, welche die Sensitivität bzw. Empfindlichkeit der Region (und deren Veränderung) gegenüber dem Klima und seinem Wandel aufzeigen.

Im Rahmen zweier Validierungsworkshops im September 2017 wurden die Zwischenergebnisse auf Plausibilität geprüft. Die Ergebnisse der Klimawirkungsanalyse wurden am 21. November 2017 im Regionalforum in Siegburg einem breiten Publikum aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft vorgestellt. Das Regionalforum bildete den Abschluss der Analysephase zu den Klimawirkungen. Die Ergebnisse wurden in Form von Karten und Kernaussagen zu Klimawirkungen in der Gegenwart und Szenarien für die Zukunft aufgearbeitet, die Sie nun auf dieser Website finden.

Nun hat die Umsetzung der Ergebnisse der Klimawirkungsanalyse in strategische Ziele, Maßnahmen und Leit- bzw. Modellprojekte zu Klimaanpassung in der Region begonnen. Zunächst fand eine Runde von Fachgesprächen am 28.und 29. Mai 2018 mit Vertreter*innen der Fachpolitiken aus den Bereichen Wald und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft in Köln statt. Hier wurde sondiert, welchen Beitrag die Fachpolitiken zu einer regionalen Klimawandelvorsorgestrategie leisten können; insbesondere auch im Hinblick auf eine Praxishilfe für die Kommunen. (s. Bisherige Meilensteine)

Am 5. Juli 2018 fand der erste kommunale Akteursworkshop in Köln-Deutz statt. Ziel war es, mit den Kommunen erste Vorschläge zu strategischen Zielen und mögliche Handlungsansätze (Maßnahmenportfolio) zu diskutieren. Zudem sollte in diesem Zusammenhang geklärt werden, was die kommunalen Akteure von einer regionalen Klimawandelvorsorgestrategie erwarten. Die Betrachtung erfolgte dabei differenziert für fünf Teilräume – (1) Schwerpunktraum Rheinisches Revier, (2) Übergangsbereich Rheinisches Revier/Rheinschiene, (3) Schwerpunktraum Rheinschiene, (4) Übergangsbereich Rheinschiene/Bergisches RheinLand sowie (5) Schwerpunktraum Bergisches RheinLand. Thematische Schwerpunkte waren Hitze und Trockenstress, Hochwasser sowie Starkregen/Sturzfluten und Stürme.

In der kommenden Woche werden die Ergebnisse ausgewertet und die Strategie zur Klimaanpassung sowie Maßnahmen und Leit- bzw. Modellprojekte weiter ausgearbeitet.