Der Prozess im Überblick

Wie wird die Klimawandelvorsorgestrategie zum Dialogprozess?

Viele Akteure in der Region Köln/Bonn beschäftigen sich seit Jahren mit dem Klimawandel und seinen Folgen. Sowohl in einigen Kommunen als auch bei verschiedenen Fachplanungen, beispielsweise der Wasserwirtschaft oder der Land- und Waldwirtschaft, liegen Konzepte für Anpassungsstrategien vor. Punktuell läuft bereits die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen. Das bedeutet, dass bereits viel Wissen und Know-how in der Region vorliegt. Daran wird die regionale Klimawandelvorsorgestrategie anknüpfen: Dazu dient ein breit angelegter Dialog- und Arbeitsprozess, der die systematische Analyse auf regionaler Ebene mit den vielfältigen lokalen oder auch sektoralen Ansätzen verknüpft.

In unterschiedlichen Formaten wird der Austausch in der Region gefördert. Noch in der Analysephase erfolgt im Rahmen einer Auftaktveranstaltung die Kontaktaufnahme zu Akteuren in der Region, um über Rahmenbedingungen, Methodik und Prozess zu informieren. Diese Multiplikatoren können die Informationen in ihren Institutionen weitergeben. Die Analyseergebnisse werden mit einem Kreis von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zunächst validiert und anschließend im Regionalforum einer breiten Fachöffentlichkeit zur Diskussion gestellt. In den teilregionalen Kooperationsräumen werden dann über Workshopreihen gemeinsam Empfehlungen und Hinweise zum Umgang mit den Klimafolgen erarbeitet. Die Ergebnisse aus den Kooperationsräumen werden zu einer regionalen Anpassungsstrategie zusammengefasst und im Rahmen einer Abschluss- und Transferveranstaltung vorgestellt. Gleichzeitig bildet die Veranstaltung den Startschuss für anschließende Qualifizierungen und Umsetzungen von identifizierten Modellprojekten. Die Projekt-Homepage informiert während des gesamten Prozesses über aktuelle Sachstände und Termine.

Wie sehen die Schnittstellen zum Agglomerationskonzept aus?

Parallel zur Entwicklung der Klimawandelvorsorgestrategie wird in der Region Köln/Bonn ein Agglomerationskonzept erarbeitet, das ebenfalls durch den Region Köln/Bonn e.V. koordiniert wird. Das Konzept ist als dreijähriger regionaler Dialog- und Planungsprozess aufgebaut, im Rahmen dessen ein gemeinsames Strukturbild für die räumliche Entwicklung der Region Köln/Bonn sowie Szenarien und Zielbilder für regionale Teilräume im Zeithorizont bis 2035/2040 entwickelt werden. Das Agglomerationskonzept soll als strategischer Fachbeitrag der Region Köln/Bonn in die laufende Neuaufstellung des Regionalplans Köln eingebracht werden. 

Weitere Informationen: www.agglomerationskonzept.de

Die Prozesse der Klimawandelvorsorgestrategie und des Agglomerationskonzeptes sind inhaltlich und zeitlich miteinander verknüpft – beispielsweise werden die Ergebnisse der Klimawirkungsanalyse in das Aufgabendossier des Agglomerationskonzeptes eingespeist (vgl. nebenstehende Abb.).