Was kommt auf die Region zu?

Im Rahmen der Klimawandelvorsorgestrategie (KWVS) für die Region Köln/Bonn liegt nun die Klimawirkungsanalyse vor. Sie zeigt beispielhaft anhand einiger ausgewählter Klimawirkungen aus fünf Handlungsfeldern, wie sich der Klimawandel in den Städten und Gemeinden der Region sowie in den Stadtbezirken der kreisfreien Städte ausprägen kann. Die Analyse lässt für die analysierten Klimawirkungen Aussagen darüber zu, ob diese stärker durch den klimatischen Einfluss oder die Sensitivität der Raumnutzungen beeinflusst werden. Die Analyse gibt zudem Hinweise auf die Ausgestaltung und räumliche Konkretisierung zukünftiger Entwicklungsstrategien: Wo sollten Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung liegen? In welchen Teilräumen sollten welche Raumnutzungen und -funktionen gefördert werden?

Um die Folgen des Klimawandels abschätzen zu können, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit der regionalklimatischen Situation. Wichtige Parameter sind hier u.a. die Temperaturverhältnisse oder das Niederschlagsregime sowie Daten zu Extremereignissen, z.B. zu Hitzetagen oder Sturzfluten. Darüber hinaus gilt es, Aussagen zur Sensitivität (Empfindlichkeit) des Raums gegenüber dem Klima zu treffen. Grundlagen sind z.B. Daten zu Raumnutzungen und -funktionen oder zur Bevölkerungsdichte und -verteilung. Die Abschätzung der Auswirkungen für Gesellschaft und Umwelt wird sowohl für die heutige Situation als auch für die (nahe) Zukunft vorgenommen. Bei den Projektionen klimatischer Parameter bzw. Prognosen von Raumnutzungen und Bevölkerungsentwicklung für die Zukunft werden unterschiedliche Szenarien gerechnet, sodass ein Korridor möglicher Entwicklungen aufgezeigt werden kann. Die Verknüpfung von klimatischem Einfluss und Empfindlichkeit der ökologischen und gesellschaftlichen Systeme in der Region ergibt die regionale Betroffenheit – heute und zukünftig. Je genauer und verlässlicher die Parameter sind, desto kleinräumiger und belastbarer sind die Ergebnisse. Bei der Abschätzung der Klimawirkungen wurden Daten, die das Klima und dessen Veränderungen beschreiben, mit Daten zur Empfindlichkeit des Raums bzw. dessen Nutzung verknüpft. Die Ergebnisdarstellung erfolgt stets auf Gemeideebene, da auf diese Weise die Betroffenheit der Gemeinden bzw. Stadtbezirke untereinander vergleichbar ist.

Die Ergebnisse der Klimawirkungsanalyse werden in Form von Karten und Kernaussagen zu Klimawirkungen in der Gegenwart und Zukunft dargestellt. Die Kartensequenzen zeigen dabei jeweils die Gegenwart, das Szenario für die Zukunft bei einem möglichen schwachen Wandel sowie das Szenario bei einem möglichen starken Wandel.

  • Die Karten zum klimatischen Einfluss stellen eine zentrale Eingangsgröße zur Berechnung der Klimawirkung dar. Es wird zwischen Gegenwart und Zukunft im Fall eines schwachen oder starken Wandels unterschieden (eher moderate oder stärkere Klimaänderung).
  • Ähnlich verhält es sich mit der Sensitivität. Auch hier wird zwischen der Sensitivität von Gegenwart und Zukunft im Fall eines schwachen oder starken Wandels unterschieden (eher geringe Bevölkerungs- und Flächenzunahme oder eher starke Bevölkerungs- und Flächenzunahme).
  • Die dritte Kartensequenz zeigt beispielhaft die Verknüpfung von Klimaeinfluss- und Sensitivitätsindikatoren zur Berechnung einer Klimawirkung.

Klimatischer Einfluss

Wodurch ist das Klima in der Region gekennzeichnet und wie wird es sich voraussichtlich ändern?
Die Kartensequenzen zeigen die projizierten Veränderungen des klimatischen Einflusses im Zuge des Klimawandels.

Sensitivität

Wie wird sich die Region entwickeln und wie verändert sich damit ihre Empfindlichkeit? Die Kartensequenzen zur Sensitivität zeigen die erwarteten Veränderungen für verschiedene Indikatoren, beispielsweise die Bevölkerungszahl.

Klimawirkungen

Wie unterscheiden sich die Auswirkungen des Klimas innerhalb der Region und wie werden sich die Klimawirkungen verändern? Die Kartensequenzen zeigen beispielhaft die Veränderungen einzelner Klimawirkungen für die Szenarien „Schwacher Wandel“ und „Starker Wandel“.